Achtung, schmutzige Radfahrer!!!

Was ist groß und schmutzig? 1000 km mit dem Gravelbike durch das australische Outback, archäologische Ausgrabungsstätten oder eine staubige Piste in der Kalahari-Wüste. All das kommt einem in den Sinn, oder? Aber was könnte das mit Radfahren zu tun haben?

Nun, diese Frage stellt man sich aktuell kurz vor Barrenstein, einem kleinen Ortsteil von Grevenbroich. Herbstlaub knistert unter den Laufrädern, während sich die Nachmittagssonne hinter den Wasserdampfwolken der Braunkohle-Meiler versteckt. Es ist November und damit zweifellos Herbst. Die Zuckerrüben und Möhren sind von den Feldern eingefahren. Da kann ein Treckerreifen schon mal ein Klümpchen Erde auf einem Rad- oder Wirtschaftsweg hinterlassen.

In Straßenbetrieben dürfte ob des überraschenden Wechsels der Jahreszeit wilder Aktionismus aufgekommen sein. Da sind Einsatzfahrzeuge knapp. Also müssen Innovationen her. Und sieh’ da: Eine neue Idee ist geboren.

Radfahrer-Fürsorge. Ein Warnschild-Trio. Danke, Grevenbroich!

Nun sind Radfahrer aber nicht blöd und stellen sich die Frage, was für ein Aufwand betrieben werden muss, um für 100 Meter in beiden Richtungen zwei mal drei Schilder an eine Stange in einem schweren Standfuß zu montieren und dorthin zu verfrachten. Die Schilder müssen ja auch wieder abgeholt werden. Also zwei Fahrten mit (vermutlich) zwei Arbeitern, denn wenn das Montieren und Aufstellen vier Stunden dauert, muss man ja auch die Lenk- und Ruhezeiten beachten.

Wie Ihr wisst, kommen einem beim Radeln die besten Ideen. So oder ähnlich muss der Besen erfunden worden sein, ein Gebrauchsgegenstand zum Zusammenkehren von Staub, Schmutz und Abfall. Fegt man damit also den Schmutz von der Straße, wird aus einem verschmutzten Fuß- und Radweg ein sauberer. Genial, und es wäre nur eine Fahrt notwendig. Nein, wenn es direkt bei einer Dienstfahrt mit Besen auf der Ladefläche des LKW aufgefallen wäre, gar keine Zusatzfahrt.

Es gibt auch Fahrzeuge, da sind Besen gleich eingebaut. Das nennt sich dann “Kehrmaschine.” Da rotieren diese dann mit motorischer Kraft unten oder neben der Maschine und fördern so den Schmutz in den Vorrats-Schmutzbehälter. Toll, was es so alles gibt.

Ich habe mein Rad jedenfalls brav auf der Suche nach Schmutz geschoben, nichts gefunden, bin also nicht schmutzig geworden und weiß nun, dass ich in der Kalahari-Wüste nicht beim zuständigen Straßenbetrieb arbeiten möchte.

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