Garmin Varia Rücklicht – Das bisschen mehr Sicherheit?


Urheber: Garmin

Es war nicht zufällig zu der Zeit, in der im letzten Jahr Benzin so unglaublich teuer wurde. Ich hatte mich entschieden, soweit möglich mit dem Rad zur Arbeit zu pendeln. Immerhin sind es nur 15 km je Strecke. Heute frage ich mich, warum ich nicht eher auf die Idee gekommen bin. Ich bin ja schließlich durch das Rennrad fahren mit allem ausgestattet, was man braucht. So wurde ich Pendler.

Irgendwann kam natürlich die dunkle Jahreszeit. Zu Dunkelheit gesellten sich Nässe und starker Verkehr mit teilweise am frühen Morgen noch nicht ganz aufnahmefähigen Autofahrern.

Von meinen Ausfahrten auf dem Rennrad weiß ich, dass ich auf Landstraßen eher zu den paranoiden Fahrern gehöre, die alle 10 Sekunden über die Schulter schauen (müssen). Besonders bei Fahrtwind, wenn man Autos nicht kommen hört, fällt das auf. Trotzdem passierte es immer wieder, dass ich ein Auto zum ersten Mal sah, als es mit zu geringem Abstand und einem Affenzahn an mir vorbeischoss.

Seit Längerem hatte ich das Varia Rücklicht von Garmin auf dem Schirm. Aber was ist das Besondere an dem Rücklicht? Bei dem Varia Rücklichter von Garmin handelt es sich um ein Rücklicht mit eingebautem Radar. Hat man zusätzlich noch einen (kompatiblen) Garmin Radcomputer, so melden sich nun nähernde Autos (und auch Radfahrer) mit einem roten Punkt und einem Piepton.

Oben links in der Ecke sind wir selbst als Punkt dargestellt. Das sich nähernde Fahrzeug, nähert sich nun auf dem Display von unten, passend zur Geschwindigkeit. So sollte man also nicht mehr durch Autos überrascht werden.

Erkennen soll das Radar Fahrzeuge bereits in 140 Meter Entfernung. Auch mehrere Fahrzeuge hintereinander werden erkannt und als einzelne Punkte angezeigt. Das funktioniert äußerst zuverlässig. Für mich ein absoluter Gewinn für die Sicherheit auf dem Rad.

Varia Radar Tail Light (RTL510, RTL515, RTL516)
Urheber: Garmin

RTL215 oder RTL516? Weniger Sicherheit dank deutscher StVZO?

Wenn ihr euch nach den Geräten erkundigt, werdet ihr feststellen, dass es in der aktuellen Generation des Varia zwei Versionen gibt. Das Varia RTL515 und das Varia RTL516. Was hat es damit auf sich?

Technisch gesehen, sind die beiden Geräte nahezu baugleich. Das Radar hat die gleichen Spezifikationen und liefert die gleichen Daten. Also muss der Unterschied im Rücklicht liegen. Hintergrund ist die deutsche StVZO. In dieser ist geregelt, wie und wie hell ein Rücklicht in Deutschland leuchten darf um in Straßenverkehr zugelassen zu sein.

Daher hat Garmin mit dem RTL516 die “deutsche Version” des RTL515 auf den Markt gebracht.

Ich habe mich für das RTL515 entschieden und gehe das Risiko ein deswegen angehalten zu werden. Das Plus an Sicherheit war es mir Wert.

Ich fahre eigentlich nur im “Automatik”-Betrieb. Hierbei erkennt das Garmin, wie dunkel es ist und entscheidet selber, ob es auf Dauerlicht leuchten soll oder ob es nur blinkt. Nur den Peleton Modus schalte ich bei gemeinsamen Ausfahrten mit der Gruppe manuell ein. Dabei leuchtet das Licht deutlich weniger hell.

In allen Modi fängt das RTL515 aber zusätzlich an zu blinken, wenn sich ein Auto von hinten nähert. Daher ist auch keine Bremslicht-Funktion notwendig.

Preislich liegen die Rücklicht bei ca. 150 €. Eine Menge Geld für ein Rücklicht. Hat man aber bereits einen kompatiblen Garmin Radcomputer und ist man häufiger alleine unterwegs, ist es eine Überlegung wert.

Insgesamt bin ich persönlich mit dem Kauf total zufrieden und kann das Licht empfehlen.

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2 Antworten auf „Garmin Varia Rücklicht – Das bisschen mehr Sicherheit?“

  1. Guter Bericht. Ich habe mich leider für die STVO-Variant 516 entschieden.
    Die versprochene Akkulaufzeit von 9h schafft mein Varia dauerhaft leuchtend im Winter absolut nicht und mein Wahoo erlaubt auch nicht das Licht abzuschalten während das Radar weiterarbeit. Ich hoffe dass Wahoo irgendwann das Ant+ LGT Profil implementiert.

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